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| Es war einmal um 1615 ... |
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in einer kleinen, verschlafenen
Gasse mit dem Namen "Winkelgasse".
Dort wohnte eine alte Fischerfamilie.
Die Mutter war sehr krank und der Vater war schon lange tot. Deshalb musste
der Sohn das tägliche Brot verdienen. |
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| Er ging früh morgens an die Alb
zum Fischen und kam erst spät abends, nachdem er die Fische auf dem Markt
verkauft hatte, zurück. |
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| Für die täglich notwendigen
Medikamente für seine Mutter ging der Junge in die alte Apotheke ... |
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| am alten Wehrgang, wo er dann das
eingenommene Geld wieder zurück ließ. |
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| Spät in der Nacht stand er
heimlich auf, um bei den Heiligen für seine Familie zu beten. |
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| Als er gerade über den
"Kutschenplatz" ging, ... |
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| sah er hinter der Katzenbank eine
wunderschöne, leuchtende und schimmernde Gestalt. Aus Neugier auf das
seltsame Wesen folgte er ihr eine ganze Weile. |
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| Er kam am Schlosstor vorbei. |
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| Nur kurz sah er zu dem
Schlossfenster hinauf und erblickte plötzlich das wunderschönste Mädchen,
das er je gesehen hatte. |
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| Einen Moment blieb er stehen, um das Mädchen
im Turm zu betrachten. Er schaute sich um und die schimmernde Gestalt war
verschwunden, so wie das Mädchen am Fenster. |
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Aus lauter Trauer ging er zum Friedhof. Am
Grabstein seines Vaters angelangt setzte er sich nieder und begann
bitterlich zu weinen.
Neben Ihm spürte er plötzlich wieder ein ihm wohl bekanntes, wärmendes
Licht.
Er öffnete die Augen, wandte seinen Kopf - das saß auf einem Grabstein die
mysteriöse Gestalt.
Er erkannte, dass es eine bezaubernde Fee war.In diesem Moment brach ein
fürchterliches Unwetter über sie herein. |
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Die Fee wurde durch den tobenden Sturm gegen
den großen Mühlstein geschleudert.
Der Fischerjunge hob die Fee auf und brachte sie in Sicherheit. |
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| Währenddessen stieg der Wasserstand durch den
heftigen Regen. |
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| Der Sturm schleuderte mit Macht einen großen
Baumstamm gegen das Rathausfenster, sodass es zerbarst. |
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| Selbst der Wehrgang, an dem das Zuhause des
Jungen sich befand, stand unter Wasser. Die Fee hob sanft ihren Kopf und
sagte: "Du, mein Retter, hast drei Wünsche frei!" -
Der Junge überlegte nicht lange und sprach:
"Ich wünsche mir, dass das Gewitter aufhört, dass meine Mutter wieder gesund
wird und dass ich das schöne Mädchen aus dem Schloss wieder sehe. -
"So sei es", sagte die Fee und alle seine Wünsche gingen in Erfüllung.
Von nun an lebte der Fischerjunge glücklich mit seiner gesunden Mutter und
seiner frisch angetrauten Ehefrau bis an sein Lebensende. |
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| Ihre Kinder und Kindeskinder aber bewahrten
die Geschichte in ihren Bauten, auf dass des Fischers Leben immer in ihren
Herzen blieb. |
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