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Projekttage 2003:

"Kommunikation und Sprache"

Die Fachschule für Sozialpädagogik hatte in den diesjährigen Projekttagen der Bertha-von-Suttner-Schule das Thema "Kommunikation und Sprache". Bewusst hatte man sich für dieses Thema entschieden, da es eine zentrale Stellung in unserer Ausbildung einnimmt.

In den drei Projekt-Tagen (26.-28. Febr.) durchliefen alle SchülerInnen 7 Stationen, die Bausteine des Projektes.

Baustein 1:    Musisch gestaltete Sprache - Hand und Fuß
Baustein 2:    Aktives Zuhören und Antworten in Wort und Bild
Baustein 3:    Nonverbale Ausdrucksmöglichkeiten - Konfliktgespräche
Baustein 4:    Durch Wertloses zur Kommunikation
Baustein 5:    Beobachtungen und Einschätzungen von kindlichen Sprachäußerungen
Baustein 6:    Sprachschatz - Spracherweiterung - Begriffsbildung
Baustein 7:    Sprache und Präsentationstechniken
Anmerkung

Musisch gestaltete Sprache:

Nach Motivations- und Sensibilisierungsfasen fanden die SchülerInnen zu unterschiedlichen Versen Bewegungen. Bewegungskreativität, Bewegungskoordination und Sozialverhalten wurden bei der Bewegungsfindung gefordert.

Abzählverse wurden mit selbst gefundenen Bewegungen ergänzt.

In gemeinsamen, konzentrierten Arbeitsschritten wurden danach passende Instrumente und Rhythmen gefunden.

 

Aktives Zuhören und Antworten in Wort und Bild

  Zu einem Gespräch gehören immer Sprecher und Zuhörer.
Der Zuhörer kann mit "ganz unterschiedlichen Ohren" den Sprecher hören. Damit der Sprecher sich verstanden fühlt, sollte sich der Zuhörer in der Sprecher einfühlen.

Wenn der Zuhörer nicht aufpasst, dann überträgt er die Gesprächsinhalte auf seine eigene Person.

Durch "aktives Zuhören" kann sich im weiteren Gesprächsverlauf eine neue Sichtweise des Sprechers ergeben.

 

  Nach kurzer Einführung in "das aktive Zuhören und Antworten" wurde die Arbeitsgruppe aktiv:

Die SchülerInnen übten an praktischen Beispielen "mit dem richtigen Ohr zu verstehen" und angemessen zu antworten. Auch wurden unterschiedliche Reaktionsmöglichkeiten ausprobiert (Schieß ich zurück? Sag ich, wie es mir geht? Sag ich, was ich der Botschaft entnehme?)

Durch gestalterische Additionsspiele wurden die TeilnehmenrInnen für Sende- und Empfangsgewohnheiten sensibilisiert.


Nonverbale Ausdrucksmöglichkeiten - Konfliktgespräche

    Kommunikationswissenschaftler u. -trainer legen besonderen Wert auf unsere nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten.
In diesem Projekt-Baustein wurden die TeilnehmerInnen sensibel für Haltungen und Widersprüche zwischen verbalen und nonverbalen Äußerungen.
Gerade in Informations- und Beratungsgesprächen nimmt der nonverbale Kommunikationsanteil eine zentrale Stellung ein.

Ein zweiter Schwerpunkt dieser Projektstation war das Konfliktgespräch.

In anschaulichen Beispielen wurden ganz unterschiedliche Problemlösungsstrategien deutlich.

"Eine Lösung eines Konfliktes ist nur dann eine gute Lösung, wenn sie von allen Beteiligten als die best mögliche akzeptiert werden kann - ohne Vorbehalte und Zähneknirschen". Dass es dazu kommen kann, ist es hilfreich folgendes zu berücksichtigen:
- Anmeldung der Störung
- Herausarbeitung der Hintergrundsbedürfnisse
- Umformung der Störungen in Wünsche
- Brainstorming für mögliche Lösungen
- Einigung auf die beste Lösung

 Als Abschluss dieser Sequenz: Ein spielerisches Tauziehen


Durch Wertloses zur Kommunikation

     
  Wertloses spricht zu uns:
"Ich bin nichts wert" oder
"Mach Neues aus mir" ...
Im kreativen Umgang mit Wertlosem bringen wir uns zum Ausdruck. Alltäglich Wertloses wird zum Kommunikationsmittel.
 


Beobachtungen und Einschätzungen von kindlichen Sprachäußerungen

Folgende Aspekte wurden hier thematisiert:
- Überblick über Sprachentwicklung / Sprachauffälligkeiten
- Reflexion von Fallbeispielen
- "Kindermund"
- Einblick in einen Sprachentwicklungstest
- Ideen zur spielerischen Überprüfung und Förderung der Lautbildungsfähigkeit
- Beobachtungskriterien

  Unter anderem wurde der "Teddy-Test" verdeutlicht.

Wortschatz, Artikulation und Grammatik wurde dem Alter und den Entwicklungsstadien zugeordnet.

Störungen des Sprechens und der Sprache:
Störungen des Sprechablaufes (Poltern u. Stottern),
Störungen der Kommunikation (Stottern u. Mutismus),
Störungen der Stimme (Näseln u. Stimmstörung)

 

  Hier eine von vielen Möglichkeiten, Sprechen und Sprache gezielt zu fördern.

Gezielt kann hier die Lautbildungsfähigkeit spielerisch geprüft und gefördert werden. Es können z. B. Zwischenlaute und schwierige Konsonantenverbindungen vom Kind geübt werden.



Sprachschatz - Spracherweiterung - Begriffsbildung

  Stationen zu "Die Sinne und die Sprache" machten praktisch erfahrbar, dass die Sprache sich durch/über alle Sinne entwickelt: Das Sehen, das Hören, das Riechen und Schmecken, das Tasten und Fühlen, die Bewegungswahrnehmung und das Gleichgewichtsempfinden.
     

  Das Fingerspiel "Steigt ein Büblein auf den Baum" war hier nur eine von mehreren Stationen, in denen Reime, Verse, Lieder, Spiele und Rätsel aktiv bearbeitet worden sind.

Die eigene Aktivität der TeilnehmerInnen und die Übertragbarkeit auf die Praxis stand - wie in allen anderen Projekt-Bausteinen - im Vordergrund.
     


Sprache und Präsentationstechniken

Öffentlichkeitsarbeit hat eine zentrale Bedeutung in sozialpädagogischen Einrichtungen.
Die Formen der Öffentlichkeitsarbeit sind vielfältig. Sie orientieren sich jeweils an der Zielgruppe, die sie erreichen wollen. Um die Adressaten nicht zu verfehlen, ist ein professionelles und methodisches Vorgehen erforderlich.

Was beachte ich bei der Erstellung eines Schaukastens, eines Plakates, eines Logos, eines Schwarzen Brettes?
Welche Sprache spricht mein Layout?
Wie arbeite ich mit Bildern, Symbolen, Schriftzügen, Stilen, Slogans und Farbgebungen?

Diese Fragen wurden thematisiert und z. T. vertieft.

Eine der vertiefenden Aktivitäten: Ein Werbe-Plakat für "unseren Kindergarten".

Hier nur ein Beispiel von vielen.


Anmerkung:

Diese Seite kann nur einen groben Überblick geben über unsere Projekttage. Die Veranschaulichung kann nur kleine, vereinzelte Ausschnitte des Geschehens wiedergeben. Wir hoffen aber dennoch, dass Sie einen Einblick in unser Schaffen während der Projekttage bekommen haben.

Bei unserer gemeinsamen Reflexion wurde deutlich, dass der überwiegende Teil unserer SchülerInnen die verbindliche Teilnahme am Projekt-Thema "Kommunikation und Sprache" für gut hielten. Ebenfalls positiv wurde vermerkt, dass die Gruppen klassen- und jahrgangsübergreifend gemischt waren.